Unerwünscht in der Heimatstadt 20 Jahre lebte Munther Fahmi in den USA, bevor er in seiner Heimatstadt Jerusalem einen Buchladen eröffnete. Aus Sicht der israelischen Behörden verlor der Palästinenser durch seine Abwesenheit das Aufenthaltsrecht. Nun droht ihm die Abschiebung aus seiner Geburtsstadt. Munther Fahmi ist in diesen Tagen fast ständig am Telefon. Prominente Kunden rufen an, in- und ausländische Journalisten wollen ihn sprechen, Freunde und Familienangehörige erkundigen sich nach dem letzten Stand der Dinge: Der Besitzer des “American Colony Bookshop” hat es vermocht, seinen gut sortierten Buchladen im arabischen Ostteil der Stadt zum bedeutendsten Anlaufpunkt für Israelis, Palästinenser und Ausländer zu machen, die an den neuesten Sachbüchern und Romanen aus dem Nahen Osten interessiert sind. Seit 16 Jahren steht der vor 56 Jahren in der damals unter jordanischer Verwaltung stehenden Altstadt von Jerusalem geborene Fahmi in seinem Laden hinter der Kasse. Stolz sagt er: “Ich glaube, wir haben die beste Literatur im Nahen Osten, wir haben die größte Auswahl von Büchern über den arabisch-israelischen Konflikt, und die besten internationalen Reisebücher über den Nahen Osten.” Fahmi hat lange, zermürbende Wochen und Monate des Hoffens hinter sich. Der Palästinenser aus dem besetzten Ostteil Jerusalems hat fast alle juristischen Optionen ausgeschöpft, die es ihm erlauben würden, in seiner Geburtsstadt zu bleiben: Wie die allermeisten der ungefähr 275.000 … Video Bewertung: 0 / 5
2. Prozesstag vor dem Amtsgericht Tiergarten am 8.3.2011. (wurde kurzfristig ins Landgericht verlegt) Video Bewertung: 0 / 5